Planungsgrundlagen

Bei der Planung von Barrierefreiheit kommt es darauf an, für möglichst viele Menschen zu planen.

Ausgehend von einem möglichst breiten Verständnis von Barrierefreiheit, versucht gute Planung heute die unterschiedlichen Anforderungen Ihrer Kunden zu verbinden. Die dahinterstehende Planungsphilosophie bezeichnet man als "Design für alle" – also Planung und Design für alle Menschen.

Für die Planung von Barrierefreiheit ist es sinnvoll, von typischen Einschränkungen und Beeinträchtigungen auszugehen und diese zu analysieren. Daraus ergeben sich dann die Anforderungen an die Planung.

Behinderungen lassen sich kategorisieren in 

  • motorische Einschränkungen
  • sensorische Einschränkungen
  • kognitive Einschränkungen und 
  • psychische Störungen

In der Praxis können auch häufig Mehrfachbehinderungen vorkommen. Hierfür sind gerade ältere Menschen ein sehr gutes Beispiel. In einer immer älter werdenen Gesellschaft profitieren daher auch immer mehr Menschen von einer umfassenden Barrierefreiheit.

 

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:

Motorische Einschränkungen - in Form von Gehbehinderungen - nimmt die Öffentlichkeit am stärksten wahr. Wenn wir an Behinderung denken, fallen vielen zuerst Menschen im Rollstuhl ein.

Es gibt aber eine ganze Reihe von Einschränkungen aus diesem Bereich, die weniger bekannt und offensichtlich sind, aber bei der Planung mitgedacht werden müssen. Eine barrierefreie Umgebung kann versuchen motorische Defizite auszugleichen und damit Bewegungsabläufe zu erleichtern. Besonders wichtig sind hier ausreichend Bewegungsflächen und eine möglichst stufenlose Bauweise.

Menschen mit Sinnesbehinderungen:

Zu den Sinnesbehinderungen zählen Beeinträchtigungen des Sehens und des Hörens. Bei beiden Behinderungsformen ist es wichtig zwischen Beeinträchtigungen und dem völligen Fehlen zu unterscheiden, da hieraus jeweils unterschiedliche Planungsanforderungen resultieren.

Während schwerhörige Menschen noch ein Resthörvermögen besitzen, fehlt dieses bei gehörlosen Menschen. Analog verhält es sich bei Menschen mit Sehbehinderungen und blinden Menschen. Für alle vier Untergruppen ergeben sich andere Planungsgrundlagen.
 

Menschen mit Sehbehinderungen orientieren sich primär am Sehsinn. Daher ist auf gute Beleuchtung, ausreichende Kontraste, ausreichende Schriftgrößen und Blendungsfreiheit zu achten.
 

Blinde Menschen orientieren sich vorwiegend mittels des Tastsinns, des Gehörs und Geruchsinns. Daher ist darauf zu achten, Beschriftungen auch tastbar auszuführen. Vermieden werden sollten v.a. ungesicherte Hindernisse, da diese eine ernste Gefahrenquelle darstellen können

Menschen mit Schwerhörigkeit benötigen eine gute Raumakustik sowie gute Lichtverhältnisse um z.B. Lippenlesen zu erleichtern.


Gehörlose Menschen orientieren sich primär visuell. Daher sind gute Lichtverhältnisse erforderlich.
 

Menschen mit Lernschwierigkeiten:

Auch Menschen mit Lernschwierigkeiten profitieren natürlich von Barrierefreiheit. Die Planung für diese Gruppe basiert auf klaren und einfachen Strukturen, um die Orientierung zu erleichtern. Gleichzeitig wird durch die Verwendung von "Leichter Sprache" für diese Gruppe das Verständnis sehr erleichtert.

Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen:

Die Gruppe der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Diese Menschen profitieren von klaren und übersichtlichen Strukturen, guter Beleuchtung und angenehmer Akustik.

Menschen im Alter:

Erfreulicherweise leben Menschen heute immer länger. Dadurch steigt die Zahl von älteren Menschen stetig an. Gleichzeitig nehmen aber im Alter gesundheitliche Beschwerden aber zu. Menschen im höheren Alter weisen oftmals eine ganze Reihe unterschiedlicher Behinderungen auf. Diese betreffen den Bewegungsapparat ebenso wie die Sinnesorgane. Hinzu kommt oftmals auch eine kognitive Beeinträchtigung (z.B. Alzheimer). Menschen im höheren Alter bilden einen Querschnitt über unterschiedliche Behinderungen.

Design für alle:

Ausgehend von einem möglichst breiten Verständnis von Barrierefreiheit versucht gute Planung die unterschiedlichen Anforderungen zu verbinden. Die dahinterstehende Planungsphilosophie bezeichnet man als Design für alle – also Planung für alle Menschen.

Die ÖNORM B 1600 enthält als Leitfaden alle geltenden und relevanten Empfehlungen für die bauliche Umsetzung dieser Philosophie.

 

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